85 Jahre Udo Jürgens: Das Doku-Event
„Ich wünsch‘ dir Liebe ohne Leiden“

Mit Songs wie „Griechischer Wein“ und „Ein ehrenwertes Haus“ schrieb er Musikgeschichte: Udo Jürgens ‒ der einzige erfolgreiche deutsche Chansonnier und der größte deutsche Popsongschreiber des 20. Jahrhunderts. Kein anderer deutscher Künstler hat es mit seinen Songs bis an die Spitze der Charts in Deutschland, England und den USA geschafft. Superstars wie Shirley Bassey, Sammy Davis Jr. und Matt Monroe sangen seine Songs auf ihren Konzerten. Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern gehört er zu den erfolgreichsten Solokünstlern weltweit.

Doch die Bilanz des Privatmenschen Udo Jürgens Udo Jürgens fällt ganz anders aus. Als Familienvater nahezu ein Totalausfall, da er kaum zuhause war, als Ehemann zweimal gescheitert, weil er „pathologisch untreu“ war, wie es Tochter Jenny nennt und mit zunehmenden Alter von inneren Dämonen und Problemen geplagt.

Dieses Spannungsfeld aus brillantem Künstler und tragischem Privatmensch beleuchtet das Doku-Event Ich wünsch‘ dir Liebe ohne Leiden – 85 Jahre Udo Jürgens. Anlass ist der 85. Geburtstag von Udo Jürgens. Die vierstündige Dokumentation beschreibt den musikalischen Werdegang der Erfolgssängers anhand zahlreicher Konzertausschnitte aus verschiedenen Jahrzehnten sowie Ausschnitten aus seinen besten TV-Auftritten und beleuchtet die private Sphäre anhand teilweise unveröffentlichtem Foto- und Filmmaterial aus dem Privatarchiv.

Udo Jürgens kommt selbst in teilweise noch nie veröffentlichten Interviewszenen zu Wort: „Ein gnadenloses Arschloch war ich nicht, aber zwischendurch wahrscheinlich manchmal schon.“ In oftmals exklusiven Interviews berichten Familienmitglieder, Freunde, Weggefährten, Experten und berühmte Künstler über die erfolgreiche, aber auch tragische Geschichte des Sängers. Zu den Familienmitgliedern gehört Sohn John Jürgens („Er hatte eine Riesen-Angst vor der letzten Tournee, er hatte richtig Muffe.“),  Tochter Jenny Jürgens („Sicher ist, dass wir uns mehr väterliche Sehnsucht gewünscht hätten nach uns.“), die uneheliche Tochter Sonja Jürgens („Man konnte nicht gut mit ihm in Konfrontation gehen, das wollte er nicht. Er war immer süchtig nach Harmonie, dass alles in Ordnung ist.“), Enkelin Jasmin Jürgens („In Portugal war mein Großvater einfach ein anderer Mensch, viel entspannter und einfach mehr er selbst, da konnte er wirklich loslassen.“) sowie Udos Bruder Manfred Bockelmann („Er war nicht mehr glücklich, er war traurig.  Er hat plötzlich gemerkt, dass die Bühne allein nicht reicht, um glücklich zu sein. Es gibt noch etwas anderes“).

Spannende Hintergrundinformationen liefern außerdem Interviews mit dem langjährigen Manager Freddy Burger, der gleichzeitig ein enger Freund war („Udo hat in das Drehbuch reingeguckt, hat es weggeschmissen und hat gesagt „Wenn du diesen Scheiß machen willst, tu das, aber ich werde weder bei der Premiere, noch irgendwo dabei sein“), Udos langjähriger Bandleader und Freund Pepe Lienhard („Dass die Leute am Anfang eines Konzertes kaum hinschauen, das habe ich echt so noch nie gesehen.“),die persönliche Assistentin Jessica Mohr („Das zu zelebrieren, was ihm am meisten Angst machen, nämlich sein Alter, das fiel ihm sehr schwer.“), sowie Udos Pressechef Thomas Weber, der seit den frühen 80ern eng an Udos Seite war („Er war wie ein Fluchttier. Wenn Udo irgendwie eingeengt worden ist durch andere, auch Beziehungen und so weiter, dann ist er geflüchtet.“).

Tote-Hosen-Sänger Campino („Ich bin Udo Jürgens irgendwie auch noch schuldig das öffentlich zu erklären, dass ich ihn für einen richtig guten Menschen und Künstler gehalten habe.“) vervollständigt das Bild aus Kollegensicht und ordnet Udos Leistung pophistorisch ein. So entsteht eine vierstündige Dokumentation, die nicht nur die sensationelle Geschichte von Udo Jürgens nachzeichnet, sondern auch dem Künstler und dem Menschen so nahe kommt wie nie zuvor.

Produziert wurde die Doku von der Firma Maxi Media TV-Produktion aus Köln.