Natasha Thomas

Natasha Thomas – Lacoste Gesicht 2004
Die junge Dänin war nicht nur als Sängerin mit Hits wie “It’s over now” (2004) erfolgreich, sondern machte auch als das Lacoste Gesicht 2004 weltweit von sich reden. Das Lied zum Werbespot, “Save Your Kisses”, ist auf dem neuen, gleichnamigen Album erschienen

Natasha Thomas aus Kopenhagen erinnert sich noch gut an ihren ersten Auftritt: “Da war ich zwölf,” erzählt sie, “und ich habe `Killing Me Softly` gesungen. Ich war sehr nervös, denn im Publikum saßen einige Leute aus meiner Klasse, die mir in der Schule ständig das Leben zur Hölle machten. Und ich dachte nur: `Ich lasse mich nicht unterkriegen, heute zeige ich es euch`.” Vier Jahre später hat es Natasha tatsächlich allen gezeigt: 2003 hat sie ihre Debüt-Single “Why (Does Your Love Hurt So Much)” (im Original von Carly Simon) aufgenommen und ihr erstes Musik-Video gedreht. Die Single wurde produziert von Alex Christensen, einem der erfolgreichsten europäischen Musik-Produzenten, der bereits als Produzent/Komponist für Right Said Fred, Tom Jones, ATC, Bro’Sis und *N Sync arbeitete und Remixe anfertigte für Superstars wie Herbert Grönemeyer, Bloodhound Gang oder Aretha Franklin. “Seit ich ein Kind war, wusste ich, dass ich Sängerin werden möchte,” sagt sie und sie arbeitete in jeder freien Minute daran, ihren Traum zu verwirklichen. Ihre professionelle Einstellung, ihr Fleiß und ihre eiserne Disziplin machten es der jungen Dänin nicht immer leicht: “Ich musste sogar einmal die Schule wechseln, weil es ein paar Leute auf mich abgesehen haben. Die wollten mich fertig machen.” Aber Natasha ließ sich nicht entmutigen: Sie suchte sich eine neue Schule und konzentrierte sich intensiv auf ihre Lieblingsfächer, Musik und Theater. Natasha nahm Tanz- und Gesangsunterricht und fing an, eigene Texte und Lieder zu schreiben. “Das Schreiben ist für mich wie eine Therapie. Es hilft mir, die Erfahrungen, die ich im Leben mache zu verarbeiten.” Um ihre Debüt-Single “Why (Does Your Love Hurt So Much)” aufzunehmen, war die sechzehnjährige Natasha Anfang 2003 zum erstenmal nach Deutschland gekommen. “Deutschland gefällt mir gut. Alle Leute sind so freundlich und Alex Christensen war sehr nett und hilfsbereit. Und er hat mir Mittagessen von McDonald’s besorgt – da war’s um mich geschehen.”

Natasha hat ihre eigenen musiklaischen Vorbilder: “Ich liebe Christina Aguilera. Ihre Stimme ist toll und das Album `Stripped` ist großartig. Jennifer Lopez mag ich auch; sie wirkt so selbstsicher und scheint einfach Spaß zu haben an dem, was sie macht. Und mir gefällt, wie die beiden sich anziehen und wie sie auftreten.” Auch Natasha macht sich Gedanken über ihr Äußeres – “ich überlege schon immer ziemlich genau, was ich trage” –, sie bezeichnet sich selbst aber nicht als modeverrückt. “Ich glaube, ich habe meine eigenen Stil. Ich muss nicht alles haben, nur weil das jetzt angesagt ist. Was ich dann aussuche ist unterschiedlich, je nach Laune. Manchmal sind es figurbetonte Hosen und High Heels, an anderen Tagen Baggy Pants. Ich mag gerne Sachen in lila oder weiß. Meine Lieblingsstücke sind eine Jeans, die perfekt sitzt – das ist ja immer unglaublich schwer zu finden – , ein Kleid im Latin-Look und ein Paar schwarze Biker-Boots. Die sehen gleichzeitig sexy und tough aus, das gefällt mir.” Die Pop-Karriere ließ Natasha wenig Zeit für ihre Hobbies: “In der Schule habe ich immer gerne Theater gespielt – das würde ich in ein paar Jahren gerne wieder aufnehmen. Zum lesen komme ich leider auch viel zu selten; aber wenn, dann lese ich am liebsten Gedichte von Michael Strunge, einem dänischen Dichter. Und ich schaue natürlich gerne fern; am liebsten “Friends”. Im Kino mag ich Julia Roberts und Sandra Bullock – und Sean Penn, der spielt unglaublich intensiv. Meine Lieblingsfilme sind “The Sixth Sense” mit Bruce Willis, da gefällt mir das überraschende Ende. Und “What Women Want” mit Mel Gibson, weil die Jungs da endlich mal erfahren, wie unsensibel sie manchmal sein können.”

Für die Zukunft wünscht sich Natasha, mit der Musik erfolgreich zu sein – und ein glückliches Leben für sich und ihre Familie. “Meine Mutter hat mich alleine großgezogen und immer an mich geglaubt – dafür bewundere ich sie und bin ihr sehr dankbar.”